Prof. Dr. Christiane Ludwig-Körner
Oktober 2007 bis Mitte 2010
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Das Projekt "Wie Elternschaft gelingt" baut auf die erworbenen Praxiserfahrungen des Anwendungsorientierten Forschungsprojektes "Eine Langzeitstudie zu Effektivität und Indikation von bindungsorientierter Frühintervention in psychosozial belasteten Familien" auf. Es soll Kindern in Hochrisikofamilien ein frühzeitiger Zugang zu präventiven Eltern- Kind- Angeboten gewährleisten und die Schnittstellen zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe optimieren. Dazu steht der Aufbau einer verbindlichen Kooperation zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen und der Zusammenarbeit mit Fachkräften der Bereiche der Schwangerschaftsberatung, der Geburtshilfe und Pädiatrie im Vordergrund. Weiterqualifizierte Fachkräfte, geschult in der Anwendung der Risiko- und Sicherheitseinschätzungen unter Einbeziehung von psychosozialen Ressourcen, sollen psychosoziale Belastungsindikatoren unter der Einbeziehung von Ressourcen identifizieren, bewerten und dadurch Hilfeansätze passgenauer einsetzen können. Instrumente zur derzeitigen Risiko- und Sicherheitseinschätzung werden unter der Einbeziehung der psychosozialen Ressourcen auf ihre Tauglichkeit und passgenauen Einsatz geprüft und verfeinert. Vorarbeiten aus einem BMBF- Forschungsprojekt ("Früherkennung von Störungen der emotionalen und sozialen Entwicklung von 0-3 Jahren" -- Entstehung eines Entwicklungsscreenings "See 0-3", welches dazu beiträgt psychosoziale Belastungsindikatoren im Übergang zur Elternschaft und in der frühen Kindheit unter Einbeziehung von Ressourcen zu identifizieren und bewerten.) und dem Anwendungsorientierten Forschungsprojekt ("Eine Langzeitstudie zu Effektivität und Indikation von bindungsorientierter Frühintervention in psychosozial belasteten Familien" -- STEEP) werden hierbei mit hinzugezogen. Das Projekt "Wie Elternschaft gelingt" hat das Ziel, die Praxis früher Hilfen für Hochrisikogruppen wirkungsvoll zu verbessern und so signifikanten Beitrag zur Verhinderung von Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern zu leisten. Nachgehende Strategien der Kontaktaufnahme und --aufrechterhaltung mit Hochrisikofamilien werden entwickelt und eine kontinuierliche aufsuchende und sozial integrative, bildungstheoretisch fundierte Frühintervention in der Praxis etabliert.
