„Gut leben im (HOHEN) Alter“ – Konzepte sozialraumorientierter Unterstützung von Selbstsorge, Selbstorganisation und Vernetzung im demographischen Wandel –
ACHTUNG!
Das Projekt "Gut leben im (HOHEN) Alter" wurde am 30.04.2012 beendet.
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und Unterstützer/-innen für Ihr Engagement.
Für spätere Anfragen senden Sie bitte der Projektleiterin Frau Prof. Dr. Jutta M. Bott eine Nachricht.
E-Mail: bott@fh-potsdam.de
Telefon: (0331) 580-1122 (Projektleitung)
Zum Abschluss von "Gut leben im (hohen) Alter" war Projektmitarbeiterin Santje Winkler im SchlaatzFM-Studio zu Gast. Das Interview vom 10.4.2012 kann nachgehört werden in der Mediathek des Senders.
- Flyer zum Projekt
- Ergebnispräsentationen
- Plakat zur Darstellung des Projektes auf einem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG)
- und Anderes
Außerdem finden Sie hier alle Ankündigungen unserer aktuellen und vergangenen Veranstaltungen.
Sie können bei Bedarf heruntergeladen werden.

Die Fachhochschule Potsdam hat im Rahmen der Pilotförderrunde „Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter (SILQUA)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für das Projekt „Gut Leben im (HOHEN) Alter“ eine Förderzusage erhalten, Förderkennzeichen: *17S05X09*. Es ist auf knapp drei Jahre angelegt und wird bis zum 30.04.2012 laufen.
Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der Lebensqualität älterer und hochbetagter Bewohnerinnen und Bewohner in einer ländlichen und einer städtischen Region in Brandenburg. Ausgewählt wurde dazu die Region des Amtes Nennhausen im Landkreis Havelland und der Potsdamer Stadtteil Schlaatz. Es sollen Konzepte für ein zufriedenstellendes Leben Älterer und für das Zusammenwirken von jungen, älteren und neu hingezogenen Bewohnerinnen und Bewohnern entwickelt werden, die zur Selbstsorge, Selbstorganisation und Vernetzung beitragen. Dazu zählt vor allem die Förderung nachbarschaftlicher, selbstorganisierter, auf Austausch setzender Hilfe für und mit älteren und hochbetagten Menschen.

Die Lebensbedingungen Älterer müssen sich an eine Situation anpassen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben wird und bereits spürbar ist. Ein großer Anteil junger Menschen zieht seit Jahren aus Brandenburg weg. Das trifft besonders auf junge Frauen zu. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote in den mittleren Jahrgängen überdurchschnittlich hoch.
Die starke Abwanderung junger Frauen und die insgesamt hohe Quote an Frauen, die selber pflegen, wird bald zu einem Engpass führen, weil zum einen der Nachwuchs fehlt, zum anderen die Pflegenden selber in den nächsten Jahren zu den Älteren gehören werden. Die Pflegequote von über 75-Jährigen liegt in Brandenburg bereits heute deutlich über dem deutschen Bundesdurchschnitt.
Die Kommunen werden in Zukunft starken finanziellen und personellen Problemlagen gegenüberstehen, so dass es notwendig sein wird, auch auf Eigeninitiative in den Regionen zu setzen. Dazu zählt z. B. Selbsthilfe zu unterstützen, nachbarschaftlich-bürgerschaftliches Engagement zu stärken und die Vernetzung professioneller und kommunaler Dienste voranzutreiben.
Das Projektteam hat sich zum Ziel gesetzt, Konzepte und praktische Lösungen zu entwickeln, so dass ältere Menschen länger in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können. Zentral ist außerdem, sich frühzeitig mit neuen Wohnformen auseinanderzusetzen, falls das Alleinwohnen nicht mehr möglich sein wird. So soll auch zunehmender Vereinzelung, Vereinsamung und Abschottung entgegen gewirkt werden, denn Teilnahme am Leben ist mehr als dass kurze Pflegeeinsätze und das Vorbeigebrachtbekommen von einer Mahlzeit den Tag strukturieren.
Es geht darum, neue Lebens- und Unterstützungssysteme vor Ort zu schaffen, aber auch bestehende Unterstützungsformen zu stabilisieren und professionelle Hilfe zu entlasten. Wichtig ist dabei das Zusammenwirken professioneller, kommunaler und nachbarschaftlicher Hilfeformen.
Das Projekt wird zusammen mit regionalen Partnern vor Ort umgesetzt. Zum einen haben sich der Förderverein Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg e.V. und der Verein Soziale Stadt Potsdam e.V. / Haus der Generationen und Kulturen in Potsdam bereit erklärt, mit der Fachhochschule Potsdam als Praxispartner zusammenzuarbeiten.
Zum anderen ist das Projektteam auf weitere Unterstützung aus den Regionen angewiesen, da vor Ort interessierte ältere und junge Menschen gewonnen werden müssen, die die entwickelten Unterstützungsstrukturen umsetzen.
Zur optimalen Umsetzung des Projektes ist das Projektteam auf Hilfe in den Regionen angewiesen. Dabei wird die Beteiligung und Unterstützung der Kommunen, der Wohlfahrtsverbände, Kirchen, aber auch der Anbieter sozialer Dienstleistungen angestrebt. Darüber hinaus sollen auch ältere und junge Menschen gewonnen werden, die in der Region aktiv sind, sich engagieren und die Entwicklungen in der Region mit gestalten wollen.
Wichtig ist für die Projektarbeit der Zugang zu regionalen Informationen, zu Netzwerken und Initiativen, zu Bewohnerinnen und Bewohnern, die bereit sind, sich mit den oben genannten Themen auseinanderzusetzen. Es werden Menschen gesucht, die gemeinsam mit dem Projektteam Ideen und praktische Lösungen entwickeln und in der Region umsetzen können und wollen. Es sollen neue Perspektiven für die Region aufgezeigt werden, was nur auf der Grundlage regionaler Zusammenarbeit möglich ist.

v.l.n.r.:
Es werden Hintergrundwissen und Daten gesammelt, Analysen über die regionalen Bedingungen unter Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewohner durchgeführt, gegenseitige Hilfe in Nachbarschaftsstrukturen aufgebaut, gefördert und begleitet. Darüber hinaus ist das Ziel, Weiterbildungslehrpläne für Akteure vor Ort (Profis und ehrenamtlich Tätige) zu entwickeln, um sie in die Lage zu versetzen, regionale, nachbarschaftliche Austausch- und Hilfeprozesse zu fördern und längerfristig zusammenzuarbeiten. Durch die Organisation von Veranstaltungen werden Engagierte und Interessierte zusammengebracht.
Im Verlauf und am Ende des Projektes sollen grundlegende Materialien und Erkenntnisse über die Region, innovative Konzepte zur Nachbarschaftshilfe und Selbstorganisation zur Verfügung gestellt werden, mit denen in der Praxis gearbeitet werden kann. In den Regionen werden Ideen und praktische Lösungen entwickelt, die aber letztlich nur durch das Engagement der Partner vor Ort nachhaltig umgesetzt werden können.
Prof. Dr. Jutta M. Bott |
| Susann Wolf |
| Santje Winkler |
| Sven Tepperwien |
Die Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sind montags bis mittwochs im Haus.
Wenn Sie an einem anderen Tag ein Anliegen haben, wenden Sie sich bitte an
Frau Prof. Bott oder schreiben Sie uns eine E-Mail.
E-Mail: silqua@
Telefon: (0331) 580-1122 (Projektleitung)
(0331) 580-1113, -1166 (Projektmitarbeiter/innen)
Internet: www.nachbarschaft-und-altern.de
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außerdem ein Aufruf der MAZ vom 28.10.09: "Mitgestalter gesucht",
abrufbar hier
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